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Personenbedingte Kündigung

Letzte Änderung: 20.04.2016

Personenbedingte Kündigung im Arbeitsrecht

Eine personenbedingte Kündigung ist eine Kündigung, die die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit in der Person des Arbeitnehmers liegenden Gründen rechtfertigt, insbesondere Krankheit oder die (sonstige persönliche) Unmöglichkeit, die vertragsgerechte Arbeit auszuüben. In der Regel wird die personenbedingte Kündigung damit begründet, dass auf Grundlage einer Zukunftsprognose davon auszugehen ist, dass der Arbeitnehmer zukünftig seine Arbeit nicht mehr oder nur mit erheblicher Betriebsstörung, die durch krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit entstehen wird, ausüben kann. Ein Indiz hierfür sind in der Vergangenheit bis zum Ausspruch der Kündigung entstandene Ausfallzeiten und hierdurch entstandene Störungen der betrieblichen Abläufe, z.B. Lohnfortzahlung in erheblichem Ausmaß. Die personenbedingte Kündigung ist als einer der drei Gründe, mit dem der Arbeitgeber eine Kündigung innerhalb des Anwendungsbereichs des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) begründen kann, im Kündigungsschutzgesetz (KSchG) geregelt. Die Durchführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (bEM) vor Ausspruch der Kündigung ist nicht Wirksamkeitsvoraussetzung für eine solche Kündigung. Ein notwendiges, aber nicht durchgeführtes bEM-Verfahren wirkt sich aber prozessual nachteilig für den Arbeitgeber aus. Die Beweislast trifft den Arbeitgeber.

Fragen zur personbedingten Kündigung? Rechtsrat Arbeitsrecht


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