Druckversion

Änderungskündigung

Letzte Änderung: 13.08.2015

Änderungskündigung im Arbeitsrecht

Die Änderungskündigung ist eine Erklärung des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer, nach welcher arbeitsvertraglich Bedingungen abgeändert werden, und für den Fall, dass die Änderung der Arbeitsbedingungen durch den Arbeitnehmer nicht angenommen wird, zugleich eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses erklärt wird. Voraussetzung für die Kündigung ist demnach, dass die Änderung der Arbeitsbedingungen durch den Arbeitnehmer nicht hingenommen wird. Nach der gesetzlichen Regelung kann der Arbeitnehmer die Änderung der Arbeitsbedingungen aber unter Vorbehalt annehmen und vor dem Arbeitsgericht prüfen lassen, ob die Änderung der Arbeitsbedingungen durch den Arbeitgeber sozial gerechtfertigt sind. Eine soziale Rechtfertigung liegt nur in Ausnahmefällen vor, in welchen der Erhalt des Arbeitsplatzes nur durch die Änderung der Arbeitsbedingungen erfolgen kann, und nur solche Arbeitsbedingungen geändert wurden, die hierfür absolut notwendig sind. Für die Annahme der geänderten Arbeitsbedingungen unter Vorbehalt und für eine Klage, mit der die soziale Rechtfertigung der unter Vorbehalt angenommenen Arbeitsbedingungen angegriffen wird, bestehen kurze Fristen. Wird die Änderung der Arbeitsbedingungen nicht bzw. nicht unter Vorbehalt angenommen, wird die zugleich erklärte Kündigung das Arbeitsverhältnis des wirksam. Diese kann mit der Kündigungsschutzklage angegriffen werden.

Fragen zu Änderungskündigung? Rechtsrat Arbeitsrecht_


Hat Ihnen dieser Artikel geholfen?
 
Ja
 
Nein
Vielen Dank für Ihre Bewertung!