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Sprinterklausel

Letzte Änderung: 09.07.2015

Sprinterklausel im Arbeitsrecht

Eine Sprinterklausel (auch Turboklausel) ist einen arbeitsrechtlichen Vereinbarung, wonach der Arbeitnehmer das Recht erhält, mit abgekürzten Fristen das Arbeitsverhältnis zum Arbeitgeber zu kündigen, um eine (zusätzliche) Abfindungszahlung vom Arbeitgeber zu erhalten. Die Höhe dieser Abfindungszahlung wird -i.d.R. anteilig- nach den Gehältern berechnet, die der Arbeitgeber bis zum Ende der ordentlichen Kündigungsfrist hätte an den Arbeitnehmer zahlen müssen, wenn dieser nicht selbst gekündigt hätte. Hierdurch soll der Arbeitnehmer motiviert werden, sich eine neue Arbeitsstelle zu suchen, und nicht das Enden einer ordentlichen Kündigungsfrist abzuwarten. Eine solche Eigenkündigung führt aber zum Verlust des Kündigungsschutzes und kann Nachteile beim Bezug des Arbeitslosengeldes nach sich ziehen, wenn sie nicht unmittelbar in ein neues Arbeitsverhältnis übergeleitet werden kann.

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