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Aushangpflichtige Gesetze

Letzte Änderung: 08.10.2014

Aushangpflichtige Gesetze im Arbeitsrecht

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, bestimmte Gesetze und Unfallverhütungsvorschriften, bei denen eine sogenannte "Aushangpflicht" oder „Bekanntmachungspflichtt“ geregelt ist, so in seinem Betrieb zugänglich zu machen, dass ein Arbeitnehmer diese ohne weiteres zur Kenntnis nehmen kann. Dies kann über einen Aushang an einem so genannten "schwarzen Brett", durch Auslagen der Personalabteilung, nicht aber z.B. nur per Email oder im Intranet geschehen. Der der elektronische Aushang ist ausdrücklich nur im ArbGG und AGG geregelt. Eine Aushangpflicht besteht z.B. beim allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG) und dem Arbeitsgerichtsgesetz (ArbGG). Sinn und Zweck ist die Information des Arbeitnehmers über arbeitsrechtliche Vorschriften und insbesondere den Arbeitsschutz.

Die Aushangpflicht ergibt sich insbesondere aus:

  • § 12 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
  • 61 b) ArbGG (Arbeitsgerichtsgesetz)
  • § 16 I ArbZG (Arbeitszeitgesetz)
  • § 55 ArbStättV (Arbeitsstättenverordnung)
  • § 77 BetrVG (Betriebsverfassungsgesetz)
  • § 12 AGG i.V.m. § 612a) BGB
  • § 12 DruckluftVO (Druckluftverordnung)
  • § 14 GefStoffVO (Gefahrstoffverordnung)
  • § 6 HAG, § 9 HAG, § 19 HAG (Heimarbeitsgesetz)
  • § 47 JArbSchG, 48 JArbSchG, 54 JArbSchG (Jugendarbeitsschutzgesetz)
  • § 21 Abs. 1 Nr. 1 LSchlG (Ladenschlussgesetz)
  • § 18 Abs. 1 MuSchG (Mutterschutzgesetz)
  • § 8 TVG (Tarifvertragsgesetz)
  • § 15 V SGB VII (Sozialgesetzbuch VII)
  • § 138 SGB VII (Sozialgesetzbuch VII)

Fragen zu aushangpflichtigen Gesetzen? Rechtsrat Arbeitsrecht


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