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Kündigung

Letzte Änderung: 05.08.2014

Die Erklärung einer Kündigung

Die Kündigung ist die einseitige Äußerung (Erklärung) einer Partei des Arbeitsvertrags, nach welcher der Arbeitsvertrag beendet werden soll. Wirksam wird eine Kündigung durch Zugang der Erklärung bei dem Kündigungsempfänger. D.h., dass dieser die Kündigung mündlich oder schriftlich erhalten haben muss oder, dass sie so in seinen Empfangsbereich (z.B. Briefkasten) gelangt ist, dass mit einer Kenntnisnahme gerechnet werden muss. In einem solchen Fall kann sich der Kündigungsempfänger nicht darauf berufen, die Kündigungserklärung nicht erhalten oder nicht gelesen zu haben. Die Kündigungserklärung wirkt ab dem Zeitpunkt, in dem der oben beschriebene Zugang bei dem Kündigungsempfänger erfolgt ist. Die Anforderungen an eine Kündigungserklärung im Arbeitsrecht sind gesetzlich streng geregelt. So ist für die Wirksamkeit einer Kündigungserklärung grundsätzlich die Schriftform nötig. Verschiedene Gesetze, wie das Kündigungsschutz (KSchG) und das Mutterschutzgesetz oder das Gesetz zur Elternzeit und zum Erziehungsgeld (BEEG) beschränken die Wirksamkeit einer Kündigungserklärung. Nichtig ist nach dem Sozialgesetzbuch auch eine Kündigungserklärung, die bei der Kündigung eines Schwerbehinderten ohne vorherige Beteiligung des Integrationsamtes ausgesprochen wird. Das Arbeitsverhältnis kann nur im Rahmen der gesetzlich oder tarifvertraglich zulässigen oder der vertraglich wirksam geregelten Kündigungsfristen im Arbeitsrecht beendet werden. Zu anderen Beendigungsmöglichkeiten s. Aufhebungsvertrag.

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