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Sozialauswahl

Letzte Änderung: 19.03.2012

Arbeitsrechtliche Sozialauswahl

Die Sozialauswahl im Arbeitsrecht beschreibt die Verpflichtung des Arbeitgebers, die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses nur als letztes, äußerstes Mittel und unter Beachtung sozialer Belange auszusprechen. Sie ist auch insoweit Ausfluss des Grundsatzes, dass die Auflösung eines Arbeitsverhältnisses verhältnismäßig sein muss und soziale Belange des Arbeitnehmers zu wahren hat. Die Sozialauswahl ist im Kündigungsschutzgesetz, § 1 III KSchG, geregelt. Sie ist grundsätzlich nur im Anwendungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes bei betriebsbedingten Kündigungen erforderlich.

Heranzuziehen sind durch den Arbeitgeber die Kriterien: Dauer der Betriebszugehörigkeit, Unterhaltspflichten, Lebensalter, Schwerbehinderung.

Die Sozialauswahl bezieht sich auf alle von ihrer tatsächlichen Arbeit her vergleichbaren Arbeitnehmer in einem Betrieb.

Eine nicht durchgeführte oder fehlerhafte Sozialauswahl führt zur Unwirksamkeit der Kündigung. Umstritten ist, wer die fehlerhafte Sozialauswahl in einem Kündigungsschutzverfahren vor dem Arbeitsgericht darlegen und beweisen muss.

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