Druckversion

Insolvenzverwalter

Letzte Änderung: 13.01.2016

Der Insolvenzverwalter im Arbeitsrecht

Der Insolvenzverwalter wird für ein insolventes Unternehmen oder eine insolvente Person gerichtlich bestellt, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Der Insolvenzverwalter ist ab diesem Zeitpunkt der rechtliche Vertreter, ohne dessen Zustimmung keine Rechtshandlungen vorgenommen werden können. Er hat erweiterte Rechte im Arbeitgeber-Insolvenzverfahren. So kann er Arbeitsverhältnisse mit einer Dreimonatsfrist zum Monatsende (§ 113 I 2 InsO) kündigen, auch, wenn dem Arbeitnehmer nach Gesetz oder Tarifvertrag eine längere Kündigungsfrist zustünde. Er kann geleistete Zahlungen anfechten. Er ist im Übrigen aber als Vertreter des Arbeitgebers so, wie dieser, an die rechtlichen Rahmenbedingungen, z.B. bei Kündigungen gebunden. Auch er muss im Falle der Anwendbarkeit die Voraussetzungen des Kündigungsschutzes wahren. Er ist als Partei Kraft Amtes jedenfalls nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Arbeitgeberposition, so dass etwaige Klagen den Insolvenzverwalter "über das Vermögen des Arbeitgebers" zu richten sind.

Fragen zum Insolvenzverwalter im Arbeitsrecht? Rechtsrat Arbeitsrecht


Hat Ihnen dieser Artikel geholfen?
 
Ja
 
Nein
Vielen Dank für Ihre Bewertung!