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Arbeitszeugnis

Letzte Änderung: 15.09.2016

Arbeitszeugnis des Arbeitnehmers

Das Arbeitszeugnis stellt eine schriftliche Beurteilung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber dar. Das Zeugnis kann als Zwischenzeugnis während eines Arbeitsverhältnisses, als vorläufiges Zeugnis bei einem gekündigten Arbeitsverhältnis bis zum Ende der Kündigungsfrist und als Endzeugnis verlangt werden. Gesetzlich geregelt ist das Arbeitszeugnis in der Gewerbeordnung (§ 109 GewO). Die Verpflichtung des Arbeitgebers, ein Arbeitszeugnis zu erstellen und das Recht des Arbeitnehmers, ein Arbeitsverhältnis zu verlangen, ergibt sich aber auch mittelbar aus einem Arbeitsvertrag. Das Arbeitszeugnis unterliegt strengen formalen und inhaltlichen Anforderungen. Insbesondere muss das Arbeitszeugnis auf dem Briefpapier des Arbeitgebers ausgestellt, inhaltlich richtig und wohlwollend verfasst sowie ordnungsgemäß unterzeichnet sein. Der Zeugnisanspruch ist einklagbar. Formelle und inhaltliche Fehler eines erteilten Zeugnisses können auch im Wege der Zeugnisklage geltend gemacht werden. Das Arbeitszeugnis kann bei Beendigung eines Arbeitsvertrages einer Ausschlussfrist aus dem Arbeitsvertrag oder aus einem Tarifvertrag unterliegen.

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